Zeckenschutz in der warmen Jahreszeit

Zeckenschutz in der warmen Jahreszeit

Gerade im Sommer sind wir viel mit unseren Fellnasen draußen unterwegs und streifen durch Wälder und Wiesen. Damit euren Hunden der Spaß nicht vergeht, solltet ihr sie stets auf Zecken absuchen. Wir haben ein paar Tipps für euch, wie ihr euch und euren Hund vor Zecken schützen könnt.

Zeckenschutz für euch und eure Vierbeiner

 

Sie verbreiten sich durch Igel, Vögel und Füchse und werden bis in die Großstädte geschleppt: die zu den Spinnentieren gehörenden achtbeinigen Zecken. Als Hundebesitzer habt ihr bestimmt alle schon eure leidigen Erfahrungen damit gemacht. Vor allem vom Frühling bis zum Herbst sind diese Parasiten ein Problem, weil sie erst ab 8°C aktiv werden. Dabei können sie sogar bis zu zwei Jahre lang ganz ohne Nahrung auskommen! Der Zeckenstich selbst ist für euch und euren Hund zum Glück nicht gefährlich. Dabei sticht die Zecke mit einem Saugstachel über einen Schnitt in die Haut. – Aber wehe, sie hat vorher Blut bei einem infizierten Wirt gesaugt!

Die am häufigsten durch Zecken übertragenen Erreger

Borreliose: Zwischen 30 und 50% der Zecken tragen Borrelien-Bakterien in sich, die Erreger der Borreliose. Man infiziert sich normalerweise erst, wenn die Zecke länger als 24 Stunden festgebissen war. Für Hunde gibt es eine Impfung, für Menschen noch nicht.

FSME: Bei der Frühsommer-Meningoenzaphelitis können Viren zu einer Hirnhautentzündung und im schlimmsten Fall zu dauerhaften Schäden und schließlich Tod führen. Einen Impfstoff gibt es nur für den Menschen.

Wie und wo werden Hunde befallen?

Zecken lassen sich von hohem Gras abstreifen, wenn sie merken, dass ein Warmblüter in der Nähe ist. Sie fallen aber nicht von den Bäumen. Deshalb seid ihr beide auf einem breiten Weg oder einem kurzen Rasen in der Sommerhitze relativ sicher, denn auch hohe Temperaturen vertragen sie nicht und verkriechen sich dann lieber. Am Menschen sucht sich eine Zecke gerne eine Stelle mit möglichst dünner Haut. Bei eurem vierbeinigen Freund ist sie aber nicht so wählerisch! Trotzdem gibt es typische Stellen am Hundekörper, die besonders oft befallen sind. Das sind die Körperpartien, die als erstes in die Nähe der Zecke kommen, wenn euer Liebling herumstreift: Kopf, Brust, Nacken und Schultern!


Wie du als Hundebesitzer vorsorgen solltest

Gerade die Zeckenvorsorge liegt euch als Hundebesitzer bestimmt sehr am Herzen. Im Handel gibt es deshalb auch verschiedene Mittel als Tabletten zum Einnehmen oder Tropfen, die auf die Hundehaut gegeben werden. Daneben bekommt ihr auch spezielle Halsbänder. Am besten lasst ihr euch von eurem Tierarzt dazu beraten, aber beobachtet auch, wie euer treuer Begleiter auf die Mittel reagiert. Manche Hunde zeigen Nebenwirkungen, andere vertragen sie sehr gut. Ob eine Impfung für dich und deine Fellnase angeraten ist, besprichst du am besten auch mit Haus- und Tierarzt.

Es ist nicht verkehrt, verschiedene Sachen einfach mal auszuprobieren, und viele Hundebesitzer schwören auf Kokosöl. Das wird von Zecken, Flöhen und anderen Parasiten gemieden. Die Störenfriede mögen nämlich die enthaltene Laurinsäure überhaupt nicht. Wenn ihr euch dafür entscheidet, sollte der Gehalt der Laurinsäure im Kokosöl am besten um die 60% sein. Ihr reibt einfach euren Liebling an Kopf, Brust, Schultern und Vorderbeinen damit ein. Das dauert nur ein bis zwei Minuten, und am besten macht man es zweimal am Tag. Und wenn er anfängt, es abzulecken, ist das gar nicht schlimm, weil es ganz ungiftig ist. Euch selbst könnt ihr natürlich auch damit eincremen und es sogar zum Braten verwenden.

 

Zeckensuche nach dem Spaziergang

Auch wenn ihr vorsorgt, sucht unbedingt euch selbst und euren vierbeinigen Freund direkt nach dem Spazierengehen nach Zecken ab. Manchmal krabbeln sie noch im Fell herum, und man kann sie entfernen, bevor sie zubeißen. Wenn das doch schon passiert ist, dann könnt ihr sie mit einer Zeckenzange herausziehen. Kauft euch am besten vorsichtshalber eine für zuhause, die Apotheken haben ja nicht jeden Tag offen. Bei anderen Methoden kann es passieren, dass die Erreger erst recht in die Wunde kommen! Besonders wichtig ist es, bei einem Biss schnell zu handeln, weil manche Erreger erst zum Ende der Zecken-Mahlzeit übertragen werden. Das bedeutet, dass selbst beim Stich einer infizierten Zecke es noch nicht gleich zu einer Ansteckung kommen muss.

Lasst euch bei euren gemeinsamen Spaziergängen auf keinen Fall den Spaß verderben und passt einfach gut auf euch und euren Vierbeiner auf!

Quellen

http://www.parasitenportal.de/zecken-beim-hund/

http://fudder.de/zecken-die-nymphe-sticht-mit-widerhaken--118694297.html

https://www.kokosoel.info/mittel-gegen-zecken.html

Bildquelle: pixabay

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